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Ergebnisse KV-Wahl Alsheim 2021

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Gottesdienst für zuhause

Den regionalen Himmelfahrtsgottesdienst der Gemeinden Alsheim, Mettenheim, Rheindürkheim, Hamm, Ibersheim, Gimbsheim und Eich finden Sie bei YouTube.


Der aktuellste Hausgottesdienst zum Herunterladen ist vom 02.05.2021.

Alle Oster-Andachten finden Sie weiterhin, u.a. komplett in einem Dokument.
Zu unseren Ostergottesdiensten auf YouTube geht es hier entlang.

Die vorherigen Hausgottesdienste finden Sie im der Rubrik "Aktuelles".

Betrachtung zur Osterkerze

Zum Osterfest gehört das feierliche Entzünden und das Einziehen in die Kirche mit der neuen Osterkerze, die von diesem Zeitpunkt an in unseren Kirchen in Alsheim und Mettenheim in den Gottesdiensten brennen wird und die Gegenwart Christi in unserer Mitte symbolisiert.
In ungewissen Zeiten, in denen Gottesdienste in den Kirchen nicht planbar sind, mag ein Erinnern an ihre Symbolik die Osterkerze neu und anders in unsere Aufmerksamkeit rücken.
Schauen wir sie uns einen Moment an:
Im Zentrum das Kreuz, umgeben von 5 Wachsnägeln, die erinnern an die Wundmale Jesu. In der Liturgie der Osternacht heißt es zum Einsetzen der Nägel: „Durch seine Wunden,/ die leuchten in Ewigkeit,/ behüte uns/ und bewahre uns/ Christus, der Herr.“ Wir werden erinnert an die Versöhnung, die im Kreuzestod Christi für uns geschehen, uns geschenkt ist.
Christus ist Anfang und Ende, dafür stehen das Alpha und das Omega, der erste und letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Dazu die Jahreszahl des diesjährigen Osterfestes, die deutlich macht, dass die Heilsbotschaft von Kreuz und Auferstehung bis in unsere Gegenwart sich fortsetzt und fortgesetzt gilt.
Die Wellen erinnern an die Taufe, das Ursakrament unseres christlichen Glaubens und Lebensweges. „Du bist getauft. Du gehörst zu Christus.“ Daran werden wir immer neu erinnert. Und Täuflinge bekommen das zugesprochen. Darum gehören Wasser und Licht zur Taufhandlung; darum entzünden wir Taufkerzen an der Osterkerze, weil wir uns zu Christus gehörig verstehen.
Und von diesem ganzen Geschehen geht ein Leuchten aus, Strahlen die aus der Mitte hervorbrechen, die jeden Winkel unseres Lebens erreichen und erhellen wollen. ER LEBT – und du sollst auch leben. Das ist im Kern die Botschaft von Ostern. Möge sie uns gerade heuer neu und besonders geschenkt werden!


Mit herzlichen Segenswünschen für die österliche Zeit
Ihr Pfarrer Markus Müsebeck

Gedanken am Anfang des neuen Jahres

Ein anderer Jahresbeginn. Ohne große Feste, nur vereinzelt kleines Feuerwerk. Nun steht es im Kalender: 2021 – ein neues Jahr, 365 Tage. Was wird es bringen? Was wird da kommen? Manche haben Vorsätze gefasst und hoffen, dass sie sie nicht gleich in den ersten Januar-Tagen wieder über Bord werfen. Andere sagen: „Es wird werden. Ich mache keine Vorsätze. Ich lebe und hoffe, dass es gut gehen mag.“ Und wieder andere, gar nicht wenige, werden sagen: „Ich fasse gar keine Vorsätze für dieses Jahr, wer weiß, was es bringen mag; das letzte hat ziemlich schlecht aufgehört, das neue wird auch erst einmal schwierig sein, auch wenn da manche Hoffnungen auf diesem Jahr liegen: ein Impfstoff, der nicht nur gefunden, sondern jetzt wirklich baldmöglich in der Breite der Bevölkerung verteilt, verimpft, werden kann und damit hoffentlich diese Pandemie bekämpft und irgendwann auch überstanden sein mag.“

 

Neues liegt also vor uns. Manche sind noch ängstlich, manche sind mit großer Hoffnung in dieses Jahr hinein gegangen. Uns alle möge verbinden, dass es ein Jahr wird, in dem wir neu darauf vertrauen, dass Zusammenhalt, aufeinander Achten, gut miteinander Umgehen wirklich Grundpfeiler menschlichen Zusammenlebens sind und dass sich das in diesem Jahr bewahrheitet und erfüllt, auch und gerade im Umgang mit Corona; dass nicht die Corona- Leugner und Impfgegner die Oberhand behalten, sondern die Besonnenen, die mutig voran gehen.

 

Zusammenhalten, aufeinander Achten war und bleibt wichtig.

Die Bibel hat ein Wort dafür: barmherzig sein. An vielen Stellen der Bibel wird Gott so beschrieben. Das ist auch der Auftrag, den wir Menschen haben. In der Jahreslosung für dieses Jahr 2021 klingt er so:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

 

Wenn man es genau anschaut, sind das zwei Ebenen: es ist eine Aussage über Gott und es ist eine Aufforderung an uns.

Die Aussage: Gott ist barmherzig. Er schaut dich an mit liebevollem Blick. Er nimmt sich deiner an. Manchmal spürst du das deutlich, manchmal weniger; manchmal fragst du womöglich auch: Warum geschieht mir dieses? Warum lässt du, Gott, jenes zu?

Dass Gott barmherzig ist, dass er ein Herz hat für dich, für all das, was arm und klein in dir selbst ist, dass du auch so sein darfst und dich nicht groß machen musst, sondern dass Gott dich annimmt, wie du bist – das ist Barmherzigkeit; dass du vor Gott nichts leisten musst, dass er dich liebt, weil du bist. Das ist jedem von uns zugesagt – ob wir das glauben können oder ob uns das manchmal schwerer fällt.

 

Daraus erwächst dann der Auftrag: Seid barmherzig!

Schau auf deine Nächsten. Geh nicht achtlos an ihren Sorgen vorbei. Kümmere dich um die Menschen, die dir anvertraut sind.

Was könnte das alles sein? Ruf vielleicht jemanden an, von dem du weißt, dass er sehr einsam ist, sprich und sag: „Ich denke an dich. Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr.“

Schau, wer deine Hilfe brauchen kann in der Nachbarschaft – wenn du damit nicht schon längst angefangen hast.

Such nach einem Streit mit jemandem nicht danach, wann derjenige auf dich zukommen müsste, sondern mach du den ersten Schritt, sei du barmherzig, hab Erbarmen mit dem Gegenüber, das dir, wie du empfindest, Unrecht getan hat.

 

Geht achtsam miteinander um. Nehmt euch Zeit füreinander. Hört einander zu. Redet nicht gedankenlos übereinander oder wild durcheinander, sondern achtet auf das, was jeder Einzelne zu sagen hat; jeder Mensch hat eine Stimme, die gehört werden soll.

Alles das und noch viel mehr drückt sich in dieser Jahreslosung aus.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

 

Ein schönes Wort für dieses Jahr. Es erinnert mich an ein anderes, sehr bekanntes Wort aus der Bibel: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.

Da gilt auch: Weil Gott dich liebt, sollst du anderen mit Liebe begegnen und Werke der Liebe und der Barmherzigkeit tun. Man spricht meist vom so genannten Doppelgebot der Liebe. Aber eigentlich ist ein Dreifachgebot: du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben. Und deinen Nächsten. Wie dich selbst.

Hand auf´s Herz: Wem gelingt das schon? Sich selbst zu lieben, wie man eben ist? Bedingungslos. Das wäre eine erste Übung für dieses Jahr: Liebe dich selbst! Sei barmherzig mit dir selbst! Geh nicht unbarmherzig mit dir selbst um! Achte darauf, was dir gut tut! Nimm dir Zeit für Freunde, für Momente, in denen du Freude bei bestimmten Aktivitäten erlebst. Nimm dir auch Zeit für Gott: lies in der Bibel, sprich ein Gebet, bleib mit Gott in Kontakt.

Sei barmherzig mit dir selbst – und dann auch mit anderen, weil Gott barmherzig ist, auch mit dir. Weil er dich anschaut mit seinen Augen der Liebe.

 

Versuchen wir doch in diesem neuen Jahr, auch für uns selbst mehr gelten zu lassen: Ich bin geliebt bei Gott. Das will ich weitergeben an alle, die mir begegnen. Ich will versuchen, mich wenig aufzuregen über andere, sondern in ihnen auch ein Geschöpf Gottes zu sehen, wie ich eines bin.

Sei barmherzig mit allen, die dir begegnen. Das ist fraglos eine große Aufgabe. Aber wer hätte je gesagt, dass es im Leben immer nur kleine und leichte Aufgaben zu lösen gälte. Also: Packen wir´s an, dieses neue Jahr. Seien wir barmherzig – mit uns selbst und mit denen, die uns begegnen werden. So möge es ein gutes, ein besseres, in allem ein gesegnetes Jahr 2021 werden.

 

Herzlich grüßt Sie

Ihr Pfarrer Markus Müsebeck

Weihnachten 2020: AN ge DACHT

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine erwartungsvolle Zeit. Kaum eine andere Festzeit im Jahr bringt so viele Hoffnungen und Wünsche mit sich. Voller Sehnsucht warten die Kinder auf das  Weihnachtsfest mit einem bunt geschmückten Baum, Geschenken, freien Tagen. Die Erwachsenen wünschen sich eine erholsame Unterbrechung des Alltagsstresses, etwas Entspannung, Zeit für die Familie.
In diesem Jahr liegt eine besondere Schwere und Ungewissheit über diesem Fest. Die seit März veränderten Lebensumstände durch ein neuartiges Virus, Corona, beschäftigen uns, schränken uns ein und führen uns vor Augen, dass wir Leben und Alltag nicht planen können. In bisher ungekannter Weise treffen uns Kontaktbeschränkungen, verändert sich unser Lebensgefühl und die damit verbundene geschätzte und für selbstverständlich gehaltene Freiheit und Freizügigkeit.

Weihnachten 2020 – wie wird das werden? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass es nicht wird wie „alle Jahre wieder“, mit großen Feiernin Familien- und Freundeskreisen, mit Krippenspielen in voll besetzten Kirchen und was uns sonst an Traditionen zu diesem Fest wichtig ist.
Weihnachten 2020 – es wird anderswerden. Liegt darin vielleicht aber auch eine Chance, dieses Fest und seine alte, ureigene Botschaft in diesem Jahr ganz neu, anders, bewusster zu erleben? Neu zu erleben?
„Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!“, ermutigt der Prophet Jesaja das Volk Gottes, als es sich im Exil befindet und meint, nur noch im Finstern zu wandeln. „Sagt den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!“

Auch wir spüren in diesem Jahr manche Verzagtheit des Herzens. Ungewissheit durch Corona, Traurigkeit, Trauer über den Verlust eines lieben Menschen und die Frage, wie nun alles werden kann. Und vieles andere mehr, das belasten und bedrängen und verzagen lassen kann… In solchen Gefühlen gefangen zu sein, kannsich ähnlich anfühlen wie im Exil,  kann Zuversicht nehmen, entmutigen, resignieren lassen.
Mitten in solcher Sehnsucht nach Geborgenheit wird uns Hoffnung geschenkt: „Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!“

Da liegt er in der Krippe, ganz klein, friedlich, aber auch schutzbedürftig. Gott nimmt die Gestalt eines Babys an, um uns nahe zusein, um uns in den finsteren Zeiten ein großes Licht zu sein. Ein Licht, das nicht blendet, sondern wärmt und umgibt. Ein Licht, das nie aufhört zu leuchten, das in unsere Herzen kommt und uns den Weg weist – durch alle Unsicherheit, Verzagtheit und manche Traurigkeit.
Diese Hoffnung, die in dem Kind von Bethlehem uns zugesagt wird, wir brauchen sie in diesem Jahr ganz besonders – als Zusage,dass Leben sein wird, dass wir in allen Einschränkungen und Veränderungen unserer Gegenwart eine Zukunft haben, in die Gott mit uns geht. In diesem Kind teilt Gott unser Schicksal, unser Leben.
So wird dieses Kind in der Krippe zum Zufluchtsort, zu einem Hort der Stärkung, von dem aus wir neue Kraft und Zuversicht für unser Leben gewinnen können.
Solcherlei Erfahrungen auf dem Weg durch die Advents- und Weihnachtszeit, auch im Zugehen auf das neue Jahr, wünsche ich Ihnen allen.

Ihr Pfarrer Markus Müsebeck

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